Auf die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) haben gesetzlich Versicherte Leistungsanspruch nach §§ 37b und 132d SGB V, wenn sie unter einer unheilbaren, fortgeschrittenen und fortschreitenden Erkrankung leiden, ihre Lebenszeit dadurch begrenzt wird und wenn ein besonders hoher Versorgungsaufwand besteht.

 

In der Regel ist es der Hausarzt, der schwerkranke Menschen bis zum Tode versorgt. Speziell im letzten Lebensabschnitt besteht oft ein dringender Wunsch der Patienten, in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld zu sterben. Aus Unkenntnis und in der Erwartung der besonderen Umstände auch im Hinblick auf die tägliche Pflege wird hier oft der Weg ins Krankenhaus genommen. Der engagierte Hausarzt kennt die Möglichkeiten und die Netzstrukturen in seinem Umfeld und kann für seinen Patienten die Versorgung durch besonders qualifizierte Palliativ-Ärzte und Palliativ-Pflegedienste hinzuziehen.

Dieses ergänzende Versorgungsangebot halten wir für besonders komplexe Versorgungssituationen bereit um zu gewährleisten, dass Patienten möglichst lange zu Hause bleiben und unnötige Krankenhauseinweisungen vermieden werden können. Die SAPV ist eine zusätzliche Leistung und ergänzt die Versorgung durch Hausärzte, Fachärzte, Pflegedienste, Hospizdienste u. a.

Unser Palliative Care Team in Leverkusen besteht aus besonders qualifizierten Ärzten, Pflegenden und dem Koordinationsteam des Gesundheitsnetzes Leverkusen. 
Das Leistungsspektrum reicht von der Beratung von Patienten, Angehörigen und an der Versorgung Beteiligten bis hin zur umfassenden und vollständigen Palliativversorgung. Sie beinhaltet - je nach Bedarf - die palliativpflegerische bzw. palliativmedizinische (Mit)behandlung sowie die Koordination der Palliativversorgung. Die SAPV ist in die bestehenden, vernetzten Versorgungsstrukturen vollständig integriert. Unser Palliative Care Team wird als Ihr Partner dann tätig, wenn es aus Sicht der Primärversorger notwendig ist.

Der Patient (oder Betreuer) muss der Versorgung nach SAPV zustimmen. Nach Erledigung der wenigen Formalien (Verordnung nach Muster 63, MDK-Schnellbegutachtungsbogen und HOPE-Bogen) werden alle beteiligten Instanzen des PCT automatich durch die Geschäftsstelle des Gesundheitsnetzes informiert und koordiniert.

Entsprechend der Verordnung erfährt der Patient die veranlasste tägliche Pflege durch einen qualifizierten Palliativ-Pflegedienst, sowie eine 24-h Erreichbarkeit des QPA, des qualifizierten Palliativ-Arztes, der auch am Wochenende und in Notfallsituationen die unmittelbare Betreuung übernimmt.

Aufgrund der intensiven ärztlichen Betreuung kann eine ggf. unerwünschte Einweisung in ein Krankenhaus weitestgehend vermieden werden.

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren!

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