Zur Entlastung unserer Netzpraxen entwickeln wir einen neuen Service in Kooperation mit vielen Partnern im Gesundheitsnetz und der Region Leverkusen.
Neben den unmittelbaren medizinischen Inhalten werden in der Arztpraxis immer häufiger auch Bedarfe des Alltags und des täglichen Lebens von unseren Mitmenschen, Patienten und deren Angehörigen nachgefragt. Diese Beratung wird in der Regel sehr gerne durch die Praxen erbracht.
Zur Unterstützung und Entlastung werden wir die vielfältigen Beratungsinhalte bündeln und stellen sie den Ratsuchenden auch in der häuslichen Umgebung zur Verfügung. Auf Wunsch der Ratsuchenden werden die versorgenden Ärzte über alle Maßnahmen informiert und in die Beratung eingebunden. Es sollte immer ein Service der Arztpraxis bleiben.


 

Älter werden mit Perspektive - Gesundheit fördern - Selbstständigkeit erhalten

 - Beratung und Information in der Häuslichkeit -

für Senioren mit gesundheitsfördernden und präventiven Schwerpunkten sowie Unterstützung so lange und so gut wie möglich im eigenen Heim zu leben.

Eine stärkere Realisierung von Prävention wird im Zusammenhang mit der Diskussion um die Modernisierung des deutschen Gesundheitssystems von vielen Seiten gefordert. Ein perspektivisch vielversprechendes Mittel zur Prävention im Alter sind präventive Hausbesuche.

Präventive Hausbesuche im Alter dienen der Erhaltung der Selbstständigkeit und nach Möglichkeit die Verzögerung von Pflegebedürftigkeit bei älteren, noch selbstständigen Menschen durch ein multidimensionales Assessment und anschließende wiederholte risikoorientierte, qualifizierte, individuelle Beratung.


Sie sind zu unterscheiden vom Case-Management mit der Koordinierung unterschiedlicher Leistungen bei bereits bestehendem komplexem Behandlungs- und/oder Betreuungsbedarf.

Präventive Hausbesuche richten sich demgegenüber vorwiegend an nicht-pflegebedürftige Menschen.
Aber auch Pflegebedürftige werden besucht und weiterhin betreut, da Pflegebedürftigkeit und Prävention sich nicht ausschließen.
Ebenso sind präventive Hausbesuche im Alter zu unterscheiden von Leistungen zur Rehabilitation, die der krankheitsbedingten Beeinträchtigung oder Bedrohung der Selbständigkeit gezielt entgegenwirken.
Als Präventionsziele von Hausbesuchen bei älteren Menschen lassen sich vor dem Hintergrund dieser Systematik allgemein benennen:
* Früherkennung von Krankheit oder Krankheitsverschlechterungen
* Senkung der Mortalitätsrate
* günstige Beeinflussung der Krankheitsschwere im Verlauf
* Senkung der Krankenhauseinweisungsrate oder der Dauer von Krankenhausbehandlungen sowie Wiedereinweisungen („Drehtüren- Effekt“)
* Verschiebung des Auftretens von Pflegebedürftigkeit
* Aufklärung zu Alternativen von Pflegeheimeinweisungen
* Stärkung positiver und Verminderung negativer Kontextfaktoren in der Persönlichkeit des älteren Menschen, insbesondere im Verhalten.

Hauptziel ist, mit zuhause lebenden Senioren in Kontakt zu kommen, bei Bedarf Beratungen anzubieten und gegebenenfalls Unterstützungsmaßnahmen einzuleiten.

Exemplarische Beispiele aus der Praxis sind Themen wie:
Altersangepasste Ernährung, Bewegung und Sturzprophylaxe,
Förderung und Erhaltung der Blasenkontrolle aber auch Patientenverfügung, Testament und Vollmachten.